Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf ist seit Februar 2022 zertifiziert und wurde 2025 erfolgreich rezertifiziert als Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der Neurologisch-Neurochirurgischen Frührehabilitation (NNFR) der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR).
Auf unserer Weaningstation unterstützen wir Patientinnen und Patienten dabei, wieder selbstständig, d.h. möglichst ohne maschinelle Beatmung, zu atmen und neue Kraft zu finden. Dabei setzen wir auf:
Jede Atembewegung, jeder kleine Fortschritt zählt.
Unser Ziel: den Übergang von der Intensivmedizin in den Alltag so sicher, würdevoll und erfolgreich wie möglich zu gestalten.
Weaning (engl.) heißt übersetzt Entwöhnung. Die Beatmungsentwöhnung ist der Prozess, bei dem die Patienten, die vorübergehend auf künstliche/maschinelle Beatmung angewiesen sind, wieder schrittweise auf die eigenständige Atmung vorbereitet werden. Ob eine Beatmung über eine Maske oder eine Trachealkanüle (TK) erfolgt, liegt an der jeweiligen Erkrankung und deren Schweregrad. Sollte ihre Angehörige/ ihr Angehöriger noch mit einem Endotrachealtubus versorgt und hierüber beatmet sein, wird in unserer Klinik je nach medizinisch möglichem Weg dieser bei ausreichend sicherer Eigenatmung entfernt oder über Tracheotomie eine Trachealkanüle eingelegt.
Ein Zentrum für die Beatmungsentwöhnung ist spezialisiert auf die jeweiligen Erkrankungen und deren Behandlung. Die patientenindividuell im Team erarbeiteten Ziele ergeben sich aus den vielen Funktionen, die wir als Menschen tagtäglich nutzen. Die Wiederherstellung der natürlichen Atemfunktion bedarf nicht nur der Lungenfunktion, sondern u.a. auch eine ausreichende Muskelkraft, sichere Schluckfunktionen und ein sicheres Abhusten.
In unserem Weaningzentrum verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt ist. Unser erfahrenes multiprofessionelles und interprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Atmungstherapie arbeitet eng zusammen, um eine hochspezialisierte Diagnostik und individuelle Therapie und damit eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten.
Diagnostische Angebote (Beispiele):
Ist eine Entwöhnung vom Beatmungsgerät nicht möglich oder bedarf es weiterer Hilfsmittel für eine sichere Atmung zu Hause, wird im Team die bestmögliche außerklinische Versorgungsmöglichkeit erarbeitet. Hierbei passt das Team der Atmungstherapie in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/behandelnden Ärztin die Versorgung (bspw. Heimbeatmungsgerät, Hustenunterstützer, Langzeitsauerstofftherapie) an und bereiten die Überleitung in die Häuslichkeit vor. Dies geschieht unter Einbeziehung der Pflegekräfte, unseres Sozialdienstes, des Hausarztes und der Angehörigen. Auch weitergehende Versorgungen, wie das Sprechen während der Beatmung, die Elektromobilität und die Bereitstellung von computergestützten Kommunikationssystemen, können realisiert werden.
Wir behandeln Patienten aus ganz Deutschland nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und anerkannten medizinischen Leitlinien.

