31. August 2026
13 Mitarbeitende vertiefen gemeinsam ihre Kenntnisse in der Beatmungstherapie und im Weaning

Am 29. und 30. August 2026 veranstaltete die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf einen zweitägigen Beatmungs-Workshop. Insgesamt 13 Mitarbeitende nahmen an der Fortbildung teil, darunter zwei Pflegefachkräfte sowie elf Ärztinnen und Ärzte.
Der Ärztliche Direktor der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf, Prof. Dr. Jens Rollnik, begrüßte die Teilnehmenden zum Auftakt des Workshops. Er dankte ihnen insbesondere für ihre Bereitschaft, ein ganzes Wochenende für diese anspruchsvolle und wichtige Fortbildung einzusetzen.
Geleitet wurde der Workshop von Dr. Oliver Birkelbach, Anästhesist an der Charité Berlin. Besonders positiv bewertete der Referent den interprofessionellen Charakter der Veranstaltung. Dass Pflegefachkräfte und Ärztinnen und Ärzte gemeinsam an den Fortbildungsinhalten arbeiteten, entspreche der klinischen Realität: „Beatmung von Patienten ist eine Teamleistung.“ Gerade bei komplexen Beatmungssituationen und im Weaning sei eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen von zentraler Bedeutung.
Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf verfügt auf diesem Gebiet über langjährige Erfahrung. Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die Klinik in der Entwöhnung neurologisch schwer erkrankter Patientinnen und Patienten von der maschinellen Beatmung. Dafür stehen auf der Intensivstation 20 Beatmungsbetten sowie zusätzlich 38 Überwachungsplätze zur Verfügung.
Das Weaning ist insbesondere in der neurologischen Frührehabilitation ein wichtiges Therapieziel. „Die Fähigkeit, wieder selbstständig atmen zu können, ist für die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten von entscheidender Bedeutung“, betonte Prof. Rollnik. Gleichzeitig könne eine erfolgreiche Entwöhnung von der maschinellen Beatmung auch die langfristigen Belastungen für Pflege und Krankenversicherung reduzieren.
Am Ende des zweitägigen Workshops fiel das Feedback der Teilnehmenden durchweg positiv aus. Sie bedankten sich bei Dr. Birkelbach für die fachlich fundierte und praxisnahe Fortbildung. Der Workshop unterstrich zugleich die Bedeutung regelmäßiger, interprofessioneller Weiterbildung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexem Beatmungs- und Weaningbedarf.

