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Neuropädagogik und Berufsförderung

im Berufsfeld "kaufmännische Berufe"

In der Abteilung Neuropädagogik arbeiten Pädagogen (Grund- und Hauptschullehrer, Realschullehrer und Gymnasiallehrer der unterschiedlichsten Fächerkombinationen sowie eine Lehrerin und Industriekauffrau) mit der Zielsetzung, den Patienten/Rehabilitanden möglichst weit an seinen prämorbiden intellektuellen Leistungsstand heranzuführen.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Berufsförderung in den Berufsfeldern „kaufmännische Berufe“ und „EDV“ individuelles Training sowie individuelle Erprobungen durchgeführt (Förderlehrgang, medizinisch-berufliches Training, Eignungsabklärung).

Auf der Basis des aktuellen Leistungsbildes werden die vorläufigen Therapieinhalte individuell für jeden Patienten/Rehabilitanden erstellt und im Rahmen der Therapie fortlaufend dem sich ändernden Leistungsstand angepasst. Die Therapie erfolgt in Gruppen von 4 bis 6 Patienten/Rehabilitanden. Mit Ausnahme des Konzentrations- und Gedächtnistrainings und der Gesprächsgruppe sind diese Gruppen heterogen aufgebaut, d. h., die Patienten/Rehabilitanden arbeiten entsprechend ihrem Leistungsvermögen mit inhaltlich individuell abgestimmtem Material auf unterschiedlichem Niveau. Mit dieser extremen Binnendifferenzierung wird dem individuellen fachlichen und kognitiv-intellektuellen Leistungsstand der einzelnen Patienten/Rehabilitanden Rechnung getragen.

Die bei schädelhirnverletzten Patienten/Rehabilitanden auftretenden Funktionsstörungen - in der Regel eine Kombination diverser Störungen, die im Rahmen unserer Therapie abgebaut werden sollen, betreffen insbesondere die Bereiche:

  • Gedächtnis
  • Konzentration
  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit
  • Orientierung
  • Wahrnehmung
  • Antrieb
  • Verhalten
  • logisch-analytisches Denkvermögen
  • Lernfähigkeit
  • Arbeitstempo
  • räumlich-technisches Vorstellungsvermögen
  • Flexibilität
  • schulisches sowie berufliches Altwissen
  • Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit
  • Wortfindung und Textverständnis bei Sprachstörungen

Das Hirnleistungstraining beginnt in der Neuropädagogik im Rahmen der nahtlosen Behandlungskette (also bei Übernahme des Patienten/Rehabilitanden aus der Kognitiven Frührehabilitation) in der Regel auf dem Niveau der 4. Klasse. Bei Neuzugängen wird das Einstiegsniveau anhand der Eingangsdiagnostik ermittelt. Ziel ist es, das Altwissen der Patienten/Rehabilitanden durch schulische und berufliche Inhalte zu reaktivieren, im Hinblick auf eine berufliche Umorientierung ggf. auch zu erweitern. Therapieinhalte bzw. -bereiche sind: Deutsch, Mathematik, Fachrechnen aus dem Berufsschulbereich, kaufmännisches Rechnen, Rechnungswesen, Buchführung und Schriftverkehr, Informatik, alltags- und berufsbezogener Umgang mit dem PC (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank, Grafik-Programme, Programmiersprachen), Internet (Handhabung; E-Mail; Homepageerstellung – Beispiele hierzu stehen auf der Abteilungshomepage unter www.nkho.de.vu),
Konzentrations- und Gedächtnistraining, Gesprächsgruppe.

Das schulische Material ist in Anlehnung an die Rahmenrichtlinien des Landes Niedersachsen zusammengestellt. Es wird sowohl mit Schulbüchern als auch mit eigens entwickelten Aufgabensammlungen gearbeitet, die auf die unterschiedlichen Störungsbilder der Patienten/Rehabilitanden zugeschnitten sind. Dies trifft besonders zu für speziell in der Klinik entwickelte Computer-Programme und für Materialien zum Konzentrations- und Gedächtnistraining. Um auch körperlich schwerer betroffenen Patienten/Rehabilitanden das Hirnleistungstraining zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu ermöglichen, kommen diverse technische Hilfsmittel (spezielle Tastaturen, Sensoren usw., s. Bilder), insbesondere in Verbindung mit dem PC, zum Einsatz.
Die tägliche Anzahl der Therapiestunden des einzelnen Patienten/Rehabilitanden hängt von dessen aktuellem Leistungsvermögen und seinem Beruf bzw. dem aktuellen Ziel (häusliche oder berufliche Wiedereingliederung, anstehende Umschulung usw.) ab und schwankt zwischen 1 und 5 Stunden täglich, im Rahmen einer Eignungsabklärung auch 6 Stunden. Mit dem Reaktivieren des Altwissens wird das kognitiv-intellektuelle Leistungsvermögen nicht nur in einzelnen Funktionen isoliert trainiert, sondern in zunehmend komplexeren Funktionskombinationen, an deren Ende im günstigen Fall das prämorbide (kognitiv-intellektuelle) Leistungsniveau des Patienten/Rehabilitanden stehen soll.
Der Ansatz der pädagogischen Förderung ermöglicht uns neben der Aufarbeitung der isolierten Defizite gleichzeitig die Sicherung des Transfers in umfangreichere Verhaltensmuster und – was von besonderer Bedeutung ist - letztendlich in die Fähigkeit zur privaten und beruflichen Alltagsbewältigung!

Kontakt: Hr. Kahle
Kontakt: Hr. Schaper

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