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Geschichte

Die Keimzelle der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf ist das Haus „Baxmann“ (Haus 2), das 1926 vollendet wurde und eine wechselvolle Geschichte aufweist. Genutzt wurde das Haus zwischen den Weltkriegen als Jugendherberge, 1936 wurde auf dem Gelände zudem eine Segelfliegerschule eingerichtet und eine Holzbaracke erbaut, die ab 1957 unter dem Namen Haus „Korea“ als Unterkunft für die Hirnverletzten diente. Nach dem Zweiten Weltkrieg, von 1945 bis 1957, wurde die ehemalige Jugendherberge als Außenstelle des Kreiskrankenhauses („Tbc-Krankenhaus und Röntgenstelle“) genutzt.

Friedrich Bergmann, erster „Heimleiter“ des Sanatoriums „Haus Niedersachsen“, war Ratsherr der Stadt Hessisch Oldendorf und im damaligen „Bund hirnverletzter Kriegs- und Arbeitsopfer“ (BHKA), dem späteren BDH, organisiert. Als die ehemalige Jugendherberge im Februar 1957 frei wurde, bewog Friedrich Bergmann den BHKA-Bundesvorsitzenden, Fritz Götsch, das Gebäude, zusammen mit dem Sportplatz und der Segelfliegerbaracke, für DM 80.000 von der Stadt Hessisch Oldendorf zu erwerben. Der damalige Bürgermeister, Martin Schröder, räumte dem „Haus Niedersachsen“ ein zinsloses Darlehen ein, um den Kaufpreis aufbringen zu können. Mit Hochdruck wurde die ehemalige Jugendherberge unter Leitung des Oldendorfer Architekten Werner Bunge umgebaut und renoviert, bevor das Gebäude am 18. Mai 1957 seiner neuen Bestimmung übergeben werden konnte.

Am 18. Mai 1957 erfolgte die Einweihung des Sanatoriums. In das Gästebuch trug sich als erster der Bundesvorsitzende des BHKA, Fritz Götsch, ein. Am Eröffnungstag wurden auch schon die ersten 25 Hirnverletzten begrüßt. Der erste von Dr. Schuchardt, dem Leitenden Arzt, aufgenommene Patient stammte aus Hannover und litt unter den Folgen einer „Kopfverwundung“, die sich der 32-Jährige im Januar 1945 im Riesengebirge durch einen „Volltreffer auf den Unterstand“ zugezogen hatte. Seit 1946 litt der Patient unter Krampfanfällen, von denen auch einer während seiner „Kur“ in Hessisch Oldendorf auftrat.

Die Geschichte der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf lässt sich auch als eine Geschichte der ärztlichen Leiter erzählen. Unter Dr. Schuchardt wandelte sich die Einrichtung innerhalb von drei Jahrzehnten von einem Sanatorium für Kriegsverletzte zu einer modernen Rehabilitationseinrichtung für alle neurologisch oder neurochirurgisch Erkrankten. In den folgenden zwei Jahrzehnten fand unter Dr. Gobiet die Etablierung der neurologischen Frührehabilitation und der medizinisch-beruflichen Rehabilitation statt. Unter Prof. Rollnik wurde das Behandlungsspektrum noch um die Akutmedizin erweitert. Damit haben alle drei ärztlichen Leiter dazu beigetragen, dass die BDH-Klinik heute eine moderne Fachklinik ist, die von der Akutbehandlung auf der Beatmungsintensivstation bis hin zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe alle Bereiche moderner neurologischer Therapie abdeckt.

Haus Baxmann um 1926zoom
Haus Sonnental um 1950zoom
Haus Hohensteinzoom
Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf heutezoom
 
 
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BDH-Klinik Hessisch Oldendorf • Greitstraße 18–28 • 31840 Hessisch Oldendorf • E-Mail schreiben