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Botulinumtoxin

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxine werden von dem Bakterium und Lebensmittelvergifter Clostridium botulinum gebildet. Insgesamt sind sieben Botulinumtoxin-Typen bekannt, die mit A bis G bezeichnet werden, wobei für die Therapie momentan nur das A- (Botox, Dysport) und B-Toxin (Neurobloc) zur Verfügung stehen. Allen Botulinumtoxin-Typen gemein ist die Wirkung, eine Hemmung der Nervenübertragung auf den Muskel (an der sogenannten motorischen Endplatte) hervorzurufen.

Botulinumtoxin ist jedoch nicht einfach nur ein Gift, sondern es kann (natürlich in sehr kleinen Dosen im Bereich von Milliardstel Gramm!) auch als Medikament dienen. Erstmalig therapeutisch angewendet wurde Botulinumtoxin Typ A durch den Augenarzt Alan B. Scott im Jahre 1977. Die Wirkung der Behandlung mit Botulinumtoxin Typ A setzt im Mittel nach etwa einer Woche ein, die Wirkdauer beträgt – abhängig vom Ort der Injektion und der verwendeten Dosis – 3 - 6 Monate. Es ist daher wichtig, die Patienten darüber aufzuklären, dass nicht sofort nach der Behandlung mit einer Wirkung zu rechnen ist, und dass Folgebehandlungen erforderlich sein werden.

Heute wird Botulinumtoxin bei zahlreichen Bewegungsstörungen, z. B. Dystonien und Spastik seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.

 

Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?

Bei fach- und sachgerechter Anwendung durch einen erfahrenen Arzt sind i. d. R. keine schwerwiegenden Nebenwirkungen der Behandlung zu erwarten. Risiken sind jedoch – abhängig vom Ort der Injektion und der verwendeten Dosis – vor allem überschießende Lähmungen (die nach einigen Wochen wieder verschwinden). Bei Anwendung am Auge können ein hängendes Lid sowie Doppelbilder und eine Austrocknung des Auges auftreten.
Bei Anwendung am Hals kann es darüber hinaus auch zu Schluckstörungen kommen.

 

Wo kann ich noch mehr Informationen bekommen?

Informationen erhalten Sie bei Ihrem Neurologen oder im Internet unter www.botulinumtoxin.de.

 
 
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